Beförderung für Hoenhorst / Fuchs verlässt USC

12.04.2017
Chiara Hoenhorst. Foto: Daniel Wesseling

Chiara Hoenhorst strahlte übers ganze Gesicht: „Ich habe mich mega gefreut, als ich das Angebot vom USC bekommen habe. Das ist eine Riesen-Chance!“, frohlockte die 20-Jährige. Am Mittwochmittag unterschrieb die gebürtige Sendenhorsterin einen Profivertrag beim münsterschen Erstligisten.
 
USC-Kennern ist die Außenangreiferin längst ein Begriff. 2015 kam Chiara vom Moerser SC zum USC, um dort in der Zweitliga-Mannschaft zu spielen, deren Kapitän Hoenhorst auch in den vergangenen zwei Jahren war. Nun also die „Beförderung“ ins Profi-Team. Dazu Klubchef Jörg Adler: „Wir verpflichten eine Leistungsträgerin des USC 2 fürs Profiteam und dokumentieren damit die Philosophie, dass der USC mehr ist, als 1. Bundesliga!“
 
Das Volleyball-Handwerk lernte Hoenhorst bei der SG Sendenhorst, für die sie bis 2011 spielte. Danach ging die gelernte Mittelblockerin zum Moerser SC, wo sie drei Jahre lang in der Dritten Liga, nach dem MSC-Rückzug dann noch eine Saison in der Verbandsliga aktiv war, bevor der Ruf aus Münster kam. Zwei Jahre lang war in Chritian Wolfs superjungem Zweitliga-Ensemble Hoenhorst eine tragende Säule, was auch den sportlichen Entscheidern beim neunfachen Deutschen Meister nicht verborgen blieb. „Als das Angebot für Liga eins kam, war ich überrascht und überglücklich! Es ist ein wahnsinniger Vertrauensbeweis, den ich unbedingt rechtfertigen will. Mir ist aber auch klar, dass ich mich zunächst ans Erstliga-Niveau gewöhnen muss. Dann wird es darum gehen, auch Spielanteile zu bekommen“, bleibt die 20-Jährige auf dem Teppich. Im Übrigen kennt Hoenhorst das Niveau schon ein bisschen, schließlich war sie in der gerade abgelaufenen Saison lange Zeit feste Trainingsteilnehmerin im Profi-Ensemble und stand auch in zwei Partien im Aufgebot. Bis dato blieb Chiara hier aber noch ohne Einsatz.
 
Neben diesem erfreulichen Zugang fürs Profiteam gibt es aber mit Sina Fuchs auch einen Abgang für die Unabhängigen zu verzeichnen. Nach elf Jahren beim USC sucht die 24-Jährige nun eine neue Herausforderung. „Nachdem ich im Winter mein Studium abgeschlossen habe, habe ich gemerkt, dass mir das eine gewisse Freiheit und damit auch eine neue Chance gibt, in meiner aktiven Volleyball-Karriere noch etwas Neues auszuprobieren. Ob es die richtige Entscheidung war, werde ich dann in einem Jahr wissen. Es ist immer ein Risiko dabei, aber ich will es als Mensch und als Volleyballerin versuchen“, so Fuchs. Wohin sie der Weg führt, mag die Außenangreiferin zu diesem Zeitpunkt allerdings noch nicht verraten. „Sina hatte eine hervorragende letzte Saison. Wir bedauern ihren Entschluss, aber ich kann respektieren, wenn Spielerinnen etwas Neues kennen lernen wollen“, erklärte USC-Präsident Adler.
 
Fuchs war 2006 vom SC Union Lüdinghausen nach Münster gekommen, spielte (zunächst noch mit Doppelspielrecht) in der USC-Dritten in der Oberliga, kam dann aber als 14-Jährige 2007 ins Sportinternat, ihr Abi machte sie 2012 am Pascal-Gymnasium, ihren Bachelor als Betriebswirtschaftlerin nun vor einigen Wochen. Ihr Debüt in der 1. Bundesliga feierte Fuchs in der Saison 2009/2010 unter Trainer Axel Büring. Der Sprung in den Stamm gestaltete sich allerdings schwierig für die Athletin, der 2010 und dann noch einmal 2013 das Kreuzband riss. Der endgültige Durchbruch gelang der Angreiferin 2015/16. Fuchs: „Ich hatte Höhen und Tiefen beim USC, die Verletzungen haben mich lange rausgeworfen. Ich danke dem USC, dass sie mich auch in dieser Zeit immer bei der Reha begleitet und immer an mir festgehalten haben!“