Ines Bathen: „Wir müssen alles in die Waagschale werfen!“

18.01.2017
USC-Dauerbrennerin Ines Bathen in Aktion. Foto: Stefan Gertheinrich

Mit dem überzeugenden 3:1 gegen den VfB Suhl hatten sich die Bundesliga-Volleyballerinnen des USC Münster von ihrem Publikum am Berg Fidel aus dem Jahr 2016 verabschiedet. Am Wochenende ertönt die VBL-Fanfare erstmals in 2017 wieder im Volleydome.

Wie die Mannschaft dem Doppelpack gegen den VCO und Erfurt entgegensieht, legt uns Münsters dienstälteste Erstliga-Akteurin Ines Bathen im Interview dar.
 
Nach fünf Wochen Heimspielpause geht es am Wochenende wieder los vor heimischem Publikum. Kribbelt es bei Dir schon etwas?
Ines Bathen: „Generell ist es ja schön für uns, zuhause zu spielen, wir wissen unser Publikum am Berg Fidel wirklich sehr zu schätzen und die Stimmung die da herrscht. Wir wissen auch, dass es zwei wichtige Spiele sind, und ja: Ich spüre eine gewisse, positive Anspannung. Man weiß ja nicht was passiert. Und beim Heimspiel sind natürlich immer viele Freunde und Bekannte, da ist man eh immer etwas nervöser als auswärts. Beim ersten Saisonspiel ist das Kribbeln ehrlich gesagt etwas größer, aber nach fünf Wochen Heimspielpause habe ich schon ein deutliche Vorfreude auf das Wochenende jetzt.“
 
Der Start in die Rückrunde ist mit dem Gastspiel in Schwerin schon gemacht. Dort habt ihr euch gut geschlagen, trotz der Niederlage. Seid ihr froh, den dicksten Brocken schon hinter Euch zu haben?
Bathen: „Klar, der SSC spielt ganz oben mit, gegen die zu spielen ist immer schwer. Wir waren gut am letzten Samstag, haben uns leider nicht belohnt. Ich denke, dass schon wenigstens ein Satzgewinn drin gewesen wäre, und vielleicht hätte sich das Match dann auch in der Folge anders entwickelt. Aber wir haben ja – trotz der drei Niederlagen – gegen Schwerin immer mit unsere besten Spiele gemacht. Jetzt geht es erstmal gegen vermeintlich schwächere Klubs. Aber auch da müssen wir Leistung bringen. Und gegen Saisonende kommen ja auswärts mit Stuttgart und Dresden noch weitere dicke Brocken.“
 
Mit dem VCO und Aufsteiger Erfurt kommen die beiden Teams, die im Moment am Tabellenende stehen. Da werden auch vom Publikum sechs Punkte erwartet, so wie in den Hinspielen. Erzeugt das Druck, oder ist das mehr positiver Ansporn?
Bathen: „Nicht unbedingt Druck von außen. Wir wissen es ja selbst, dass wir beide Partien, am besten deutlich, gewinnen müssen. Wir wissen aber auch, dass sowohl der VCO, als auch Erfurt in dieser Saison schon gewonnen und überrascht haben. Die darf man beide nicht unterschätzen, da müssen wir alles was wir haben an Energie in die Waagschale werfen!“
 
Ein kurzer zeitlicher Sprung zurück: Wie fällt Dein Fazit zur Hinrunde aus?
Bathen: „Wir haben denke ich schon gezeigt, dass wir eine gute Mannschaft sind, dass wir gutes Niveau, gute Leistung bringen können. Einige Resultate entsprachen dem in der Hinrunde aber noch nicht. Da ist definitiv noch Luft nach oben. Aber insgesamt ziehe ich eine positive Bilanz.“
 
Wo würdest Du die Mannschaft – gemessen am Potenzial – heute in der Leistungsfähigkeit einschätzen? Hat sich das Team gefunden?
Bathen: „Das Potenzial ist auf jeden Fall da. Wir sind leistungsfähig, haben starke Spielerinnen. Und damit werden wir unser Ziel, direkt in die Playoffs einzuziehen, hoffentlich auch erreichen. Als Team haben wir einen großen Schritt gemacht seit Saisonbeginn, es waren ja da auch viele Neuzugänge zu integrieren. Jetzt weiß man voneinander, wie jede tickt. Aber das wird auch noch in den nächsten Spielen weitergehen. Der Prozess ist noch nicht abgeschlossen.“
 
Was sind eure kurzfristigen Ziele für die nächsten Spiele?
Bathen: „Bei mir ist das echt kurzfristig. Ich habe meinen Fokus ausschließlich auf dieses kommende Wochenende gerichtet. Wenn die beiden Spiele – hoffentlich mit optimalem Ausgang – für uns gut gelaufen sind, dann schauen wir mal weiter.“