Münster-Quintett holt mit WVV-Auswahl den Bundespokal

29.05.2017
Golddekoriert in Feierlaune: Die WVV-Auswahl.

Die Besten kommen aus dem Westen: Die Auswahl des Westdeutschen Volleyball-Verbandes hat am Wochenende in Wiesbaden den Bundespokal, also quasi die Deutsche Meisterschaft der Landesverbände der Jahrgänge 2000/2001 gewonnen. Mit im Team: Fünf Akteurinnen vom Bundesstützpunkt Münster.
 
Das Ensemble von WVV-Trainer Peter Pourie war gewiss nicht als Mitfavorit in die hessische Landeshauptstadt gefahren. Umso höher ist der Sieg bei diesem prestigeträchtigen Event, bei dem als 13. Team die Jugendnationalmannschaft (Jahrgänge 2002/03) mit von der Partie ist, zu bewerten. Mit Picabo Reinhold, Luisa Beining, Noa Linn Brach, Julia Jaeger und Antonia Schmücker stand ein Quintett vom BSP Münster im zwölfköpfigen Aufgebot und half nachhaltig, den Pokal in den Westen zu bringen.
 
Die WVV-Youngsters konnten auch angesichts des Spielplans nicht klagen, der ihnen mit dem Saarland einen optimalen Auftaktgegner bescherte. Nach dem 25:5 und 25:9 gegen die Südwestdeutschen war das WVV-Team bestens gerüstet und drehte mit guten Nerven gegen starke Bayern das Match noch in ein 19:25, 25:23 und 16:14.  
 
Mit Vorrundenplatz eins war das Pourie-Ensemble dann direkt für das Viertelfinale gegen Brandenburg qualifiziert, in dem es beim 25:18 und 25:18 zu keiner Zeit eng wurde. Man stand also im Halbfinale, und das führte den WVV gegen den Top-Favoriten des Turniers, die Sachsen, deren Team deckungsgleich mit der U20 des Dresdner SC, respektive dem VCO Dresden aus der 2. Bundesliga ist. Der WVV lieferte eine überragende Performance hin, und löste mit 25:15, 18:25 und 15:8 im Tiebreak das Endspielticket. Wolle Schütz, Leiter des BSP Münster, war hin und weg: „Das war mindestens überraschend, wenn nicht eine kleine Sensation. Aber vor allem eine hervorragende Leistung unserer Mädels!“
 
Im anderen Semifinale hatte sich Sachsen-Anhalt knapp mit 2:1 gegen Bayern durchgesetzt und forderte jetzt – mit seinen Juniorinnen-Nationalspielerinnen Zyris und Josefa Bock – die Westdeutschen. Und auch hier zwang der WVV die Ostdeutschen nach einem 19:25 über ein 25:21 in den Tiebreak, der dann mit 15:10 an das Pourie-Team ging. Dann strahlte Schütz: „Dieser Sieg ist eine totale Überraschung, ich hatte im Vorfeld schon das Halbfinale kritisch gesehen. Es ist ein erfolgreicher und positiver Abschluss der vierjährigen Verbandsförderung durch den WVV und das Ergebnis der sehr guten Arbeit am Bundesstützpunkt Münster!“