Thomsen kehrt zum USC zurück: „Da schließt sich ein Kreis!“

16.05.2017
Zurück beim USC: Lisa Thomsen. Foto: USC

Volltreffer für den USC Münster auf dem Transfermarkt: Der Volleyball-Bundesligist kann die Rückkehr von Lisa Thomsen vermelden!  
 
Die 31-Jährige Libera, die bereits von 2006 bis 2009 für die Unabhängigen am Ball war, unterschrieb am Montag einen Zwei-Jahres-Vertrag bei den Münsteranern. Es passte für beide Seiten optimal: Für den USC war Thomsen die Wunschspielerin auf der Position der Abwehrspezialistin, und für die Athletin war der USC der Wunschverein. Geboren in Aachen, doch aufgewachsen im Marl, strahlt Lisa: „Das ist schon so, als wenn sich für mich ein Kreis schließt. Zu Münster hatte ich schon als Kind eine spezielle Verbindung, zum Einkaufen oder zum Weihnachtsmarkt waren wir mit unserer Familie immer in Münster. Es ist jetzt für mich, als wenn ich nach Hause komme“, so die 112-fache Nationalspielerin.
 
Beim USC löst Thomsen Linda Dörendahl (Karriereende) als Libera ab, die beiden Akteurinnen haben viele Ähnlichkeiten. Denn auch Thomsen verfügt über immense Erfahrung und Klasse und ist eine unbestrittene Führungspersönlichkeit auf und neben dem Feld.  
 
Vom Stammverein VC Marl kommend, gab Thomsen ihr Bundesliga-Debüt vor 15 Jahren beim VCO Sinsheim, wechselte dann nach Leverkusen, von wo aus sie den nächsten Schritt zum USC machte. In den vier darauf folgenden Jahren gewann die 172 Zentimeter große Libera mit dem Schweriner SC drei Mal den deutschen Meistertitel, noch als USC-Spielerin debütierte sie in der Nationalmannschaft. „Das war am 5. Juni 2009 in Angermünde gegen Japan“, weiß Lisa noch genau. Nach Schwerin war Thomsen dann zwei Jahre in Baku (Azerrail und Lokomotiv) aktiv, bevor sie nach Deutschland zum AMTV Stuttgart zurückkehrte.  
 
In der gerade abgelaufenen Saison lief Thomsen für den Zweitligisten TV Gladbeck auf. Was USC-Trainer Teun Buijs nicht skeptisch machte, schließlich wurde der Niederländer mit Thomsen in Schwerin zwei Mal Double-Sieger. „Lisa ist in Top-Form“, weiß Buijs nach mehreren Trainingseinheiten von Thomsen in den letzten Tagen in Münster, „sie hat auch in der 2. Liga persönlich sehr gut gearbeitet. Lisa ist stark und schnell. Aber das Wichtigste ist der Kopf! Sie ist ungeheuer motiviert“, freut sich Buijs auf die 31-Jährige, die als eine tragende Säule im neuen USC-Kader vorgesehen ist.
 
Was Thomsen gerne annimmt: „Es entspricht meinem Charakter, Verantwortung zu übernehmen. Die Führung auf dem Feld hat mir immer Spaß gemacht, und ich finde es  wunderbar, Tipps an junge Spielerinnen weitergeben zu können. Deswegen werde ich auch in Kürze den A-Trainerschein machen!“ Und im Studium den Master-Abschluss in Angriff nehmen: „Auch das ist ein Punkt, in dem mich der USC mit der Möglichkeit der dualen Ausbildung überzeugt hat. Da hat der Klub mit diesem Alleinstellungsmerkmal konzeptionell einen sehr guten Weg gefunden!“ Thomsen und der USC – das scheint auch 2017 zu passen…