USC fühlt sich als Außenseiter gar nicht unwohl

17.03.2017
Foto: Stefan Gertheinrich

Ein Mathe-Genie, das muss man nicht sein, wenn man die Siegchancen des USC am Sonntag in Stuttgart ermitteln will. Doch auch dieses Match will erst einmal gespielt sein – auch für die Schwaben.

„Wie da die Rollen verteilt sind, das ist nicht so schwer ersichtlich“, weiß selbstredend auch USC-Coach Andi Vollmer vor der ersten der drei möglichen Playoff-Viertelfinalspiele gegen Allianz MTV Stuttgart, den amtierenden Pokalsieger und Gastgeber am Sonntag. „Wir sind Siebter der Tabelle geworden und treffen auf den Zweiten. Ist doch klar, dass wir Außenseiter sind.“

Zuletzt allerdings haben sich die Münsteranerinnen durch die drei Siege in Dresden und in den Pre-Playoffs gegen den VfB Suhl durchaus Selbstvertrauen geholt. Und die Unabhängigen haben in Stuttgart nichts, aber auch gar nichts zu verlieren. Bis dato gab es in den bisherigen beiden Aufeinandertreffen gegen die Süddeutschen in der Bundesliga-Hauptrunde keinen Satzgewinn für Münster. „Wir können daher nur besser abschneiden. Wir haben sicherlich größeres Potenzial nach oben, also uns zu verbessern, als Stuttgart“, so Vollmer.

Die Schwaben mussten am Mittwochabend im CEV-Cup-Viertelfinale beim VBC Pomi Casalmaggiore im italienischen Cremona ein 0:3 hinnehmen. Nach dem 2:3 im Hinspiel ist das Thema Europapokal für die Süddeutschen damit passé. Zu groß wird die Enttäuschung beim AMTV nicht sein, allerdings hatte das Team von Coach Guillermo Naranjo die Doppelbelastung zu verkraften. Vollmer beobachtete, dass sein Stuttgarter Kollege in Italien viel durchwechselte. „Ob das am Ende für uns von Bedeutung ist, weiß man nicht. Es kann auch gut für Stuttgart sein, dass er allen Spielpraxis gegeben hat“, überlegt Vollmer.

Gleichwohl ist eines klar: „Wir freuen uns sehr auf dieses Spiel am Sonntag, wir wollen keine Angst haben, nicht zögern, sondern Spaß haben. Wir wollen ran an die Kugel, und dann kommt auch  meist eine gute Leistung dabei raus“, glaubt Vollmer. Und auch Jung-Nationalspielerin Hanna Orthmann findet die Ausgangslage gar nicht so schlecht: „Jeder erwartet, dass wir da klar verlieren. Wir haben absolut keinen Druck. Bei uns ist der Kopf völlig frei. Mal schauen, was dabei rauskommt“, meint die 18-Jährige. Alles kann passieren – das ist halt auch das Schöne an K.o.-Runden…