USC gelangt über Umwege zum Ziel

01.02.2017
Fingerspitzengefühl: USC-Zuspielerin Kaisa Alanko wurde in Vilsbiburg zur MVP gewählt. Foto: Stefan Gertheinrich

Mehr Spannung geht kaum. Der USC Münster hat sich in einem packenden Spiel bei den Roten Raben Vilsbiburg behauptet und nach 127 Minuten mit 3:2 (21:25, 25:20, 25:22, 24:26, 15:13 gewonnen. Der Sieg beim Tabellennachbarn war im Kampf um die direkte Playoff-Qualifikation immens wichtig.
 
Was für ein verrücktes Spiel, was für eine Dramatik. 127 Minuten lieferte sich der USC Münster mit Gastgeber Rote Raben Vilsbiburg einen mitreißenden Fight, bei dem beide Mannschaften ganz nahe am Sieg waren. Erst hatte Münster drei Matchbälle in Satz vier – und vergab sie. Das Momentum war nun auf der Seite der Roten Raben, die im Tiebreak mit 9:5 führten – und den Vorsprung ebenfalls nicht ins Ziel brachten. Dorthin gelangte über Umwege der USC, der mit dem 3:2 (21:25, 25:20, 25:22, 24:26, 15:13) den sechsten Sieg im siebten Auswärtsspiel feierte. „Wir haben niemals aufgeben und einen super Kampfgeist gezeigt“, erklärte USC-Trainer Andreas Vollmer.
 
Es war ein Wechselbad der Gefühle, durch das der Coach gehen musste. Im Eröffnungsabschnitt geriet Münster nach einem guten Start (4:1) ab dem 12:12 durch den 0:6-Lauf ins Hintertreffen. Die Annahme hatte Probleme mit den Aufschlägen von Courtney Felinski, auch die Hereinnahme von Sina Fuchs für Ines Bathen brachte kaum mehr Stabilität. Dazu kam Erica Wilson nicht in Fahrt, und auch mit dem Service entfachte Münster nicht den erhofften Druck, um Vilsbiburg ins Wanken zu bringen. Bezeichnend, dass nach einem Aufschlagfehler von Hanna Orthmann der Satz mit 25:21 an Vilsbiburg ging.
 
Der zweite Durchgang wies zunächst Parallelen auf, wieder gaben die Unabhänigen eine Führung (3:1) ab und lagen nach 15 Ballwechseln mit fünf Zählern im Rückstand. Doch plötzlich kam der USC ins Rollen. Der Block – insgesamt verzeichnete Münster 16 Punkte damit – stand deutlich besser, der Aufschlag entwickelte sich zu einer Waffe und im Angriff brachten Bogdana Anisova, Orthmann, die ab dem 3:5 für Wilson spielte, oder Fuchs immer häufiger den Ball auf den Boden. Zwei Servicewinner der starken Kaisa Alanko – die Zuspielerin wurde zur wertvollsten Spielerin gekürt – bedeuteten die Führung (14:13), die Münster nicht mehr abgab.
 
Es lief beim Vollmer-Team, das beim Tabellennachbarn Eindruck hinterließ. Und zwar gehörig, denn auch [...]

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