USC: Mit Rückenwind gegen die Raben

13.11.2013
Plagt sich derzeit mit Rückenproblemen herum: USC-Blockerin Leonie Schwertmann. Foto: Stefan Gertheinrich

Mit dem Rückenwind eines Punktgewinns sind die Volleyballerinnen des USC Münster am Samstagabend vom Gastspiel beim Vizemeister Dresdner SC nach Westfalen zurückgekehrt. Doch schon am Mittwoch haben die Unabhängigen den nächsten dicken Brocken vor sich: Um 19.30 Uhr ist der aktuelle Tabellenführer Rote Raben Vilsbiburg im Volleydome am Berg Fidel zu Gast beim USC.

„Die Raben stehen derzeit völlig zurecht dort oben“, findet USC-Trainer Axel Büring, „genauso wie Dresden, Schwerin und auch Potsdam“, mit Blick auf den Kader der Niederbayern. Denn die Raben verfügen über einen absoluten Top-Kader, der dem neuen argentinischen Trainer Jorge Ricardo Munari viele Alternativen bietet.

Die Munari auch in Münster braucht, denn die Raben müssen am Berg Fidel auf ihre Stamm-Zuspielerin Jenna Hagglund und Libera Tamari Miyashiro verzichten. Ohne die beiden US-amerikanischen Akteurinnen sieht Büring die Bayern immer noch als bärenstark an. „Sicher, das ist gewiss eine Schwächung für die Raben, aber Linda Helterhoff und Anna Pogany haben ja auch hohes Niveau“, so der 46-Jährige. Gegen den SC Potsdam unterlagen die Roten zwar am Samstag im Tiebreak ohne das US-Duo, doch angesichts der noch nicht allzu lange zurückliegenden 0:3-Niederlage des USC beim SCP ändert sich für Büring nichts an der Ausgangssituation: „Vilsbiburg geht als klarer Favorit in die Partie“, meint der Münsteraner und betreibt mit dieser Einschätzung sicherlich keine Tiefstapelei.

„Wir haben schon großen Respekt vor den Raben“, führt Büring weiter aus. Allerdings hatten die Westfälinnen den auch vor Dresden, wo das USC-Ensemble denkbar knapp erst im Tiebreak nach 13:13 noch mit 13:15 unterlag, zumindest aber einen Zähler sicherte. Das Rechnen hat sich Büring in der laufenden Serie ohnehin abgewöhnt: „Das haben wir bisher nicht getan, und wir werden damit bestimmt nicht jetzt anfangen!“ 

Zudem haben auch die Unabhängigen momentan Personalprobleme. Hier geht es gar nicht mal um die langzeitverletzten Sina Fuchs und Louisa Lippmann, vielmehr um die in dieser Saison bärenstarke Blockerin Ashley Benson, ihre Positionskollegin Leonie Schwertmann und Youngster Alisha Ossowski. Benson knickte im Dresden-Match um, ihr Einsatz am Mittwoch mit einer Knöchelverletzung ist daher ebenso fraglich wie der von Schwertmann (Rückenbeschwerden) und von Ossowski, die auf der Heimreise aus Dresden im Bus ein Hexenschuss erwischte. 

Respekt ist angesagt gegen den Liga-Primus, auf der anderen Seite ist Angst vor einem scheinbar übermächtigen Gegner auch Fehl am Platze. Denn gegen Dresden, wie die Raben ein Liga-Schwergewicht, absolvierten die Münsteranerinnen ihre beste Saisonleistung. Eine Vorstellung, die durchaus Mut machte: „Die Qualität war für unsere Verhältnisse sehr gut, die Mannschaft hat sehr diszipliniert die taktischen Vorgaben umgesetzt und war auch vom Habitus sehr präsent“, lobt Büring seine Truppe noch einmal. Gegen Vilsbiburg hat der USC – wie gegen Dresden – einen Vorteil auf seiner Seite: „Als Außenseiter geht man spürbar lockerer in so ein Match“, weiß Büring. Dennoch bleibt der USC-Coach dabei: „Die Roten Raben sind am Mittwoch Topfavorit. Punkt. Aber wir werden tun, was wir können, um vielleicht auch Zählbares mitzunehmen!“

Von: USC Münster