USC mit Selbstvertrauen nach Suhl

02.02.2017
Siegerfaust bei Jule Langgemach, während sich Suhls Veronika Hroncekova abdreht. So wollen es die Münsteranerinnen auch in Thüringen am Samstag gerne tun. Foto: Stefan Gertheinrich

Die Lange Rückreise nach einem langen, aber erfolgreichen Spiel in Vilsbiburg haben die Volleyballerinnen des USC Münster am Donnerstag schon aus den Knochen geschüttelt. Am Samstag steht die nächste Auswärtsfahrt an: Die Unabhängigen gastieren beim VfB Suhl Lotto Thüringen, die der Klub seit einigen Wochen heißt.
 
Es ist noch keine sieben Wochen her, dass das Hinspiel in Münster stattfand. Und hier im heimischen Volleydome sicherten sich die Akteurinnen von Trainer Andreas Vollmer mit einem 3:1-Erfolg die volle Punktzahl. In den gewonnen Sätzen gestattete man den Thüringerinnen 17, 13 und 18 Ballpunkte – „das haben wir also sehr ordentlich gelöst, sind sehr Konzentriert zu Werke gegangen“, fasst Vollmer das Match noch einmal zusammen.
 
Der Coach geht fest davon aus, dass am Samstag in der Suhler „Wolfsgrube“ eine ähnliche Konstellation wie Mitte Dezember herrschen wird. Der Suhler Kader ist praktisch unverändert, und auch die Münsteranerinnen haben alle Frauen an Bord. Das Selbstbewusstsein nach drei Siegen aus den letzten drei Spielten ist intakt. „Wir haben momentan eine gute Form. Das haben wir bei unserem Sieg am Dienstag in Vilsbiburg demonstriert“,  konstatiert Vollmer: „Das war ein saustarker Auftritt!“  
 
So gerüstet gehen die Unabhängigen mit einem klaren Ziel auf die Reise in den Thüringer Wintersportort: „Wir wollen da unbedingt drei Punkte“, stellt Vollmer klar, dem es nun, im letzten Drittel der Hauptrunde, auch darum geht, sein Team in eine möglichst günstige Position für die Playoffs zu bringen. Und die ist auf Rang vier oder fünf schon ganz erheblich besser als auf sechs oder gar sieben. Und so kann der 50-Jährige ruhig auch mal eine Volleyball-Weisheit platzieren: „So lange wir gewinnen, können die anderen uns nicht überholen.“  
 
Gegen Suhl befindet sich Münster ohnehin in der Favoritenrolle. Das internationale Ensemble des Vereins für Ballsport, in dem elf Spielerinnen aus acht verschiedenen Nationen stehen, hat bis dato elf Punkte geholt (USC: 27) und rangiert auf dem drittletzten Tabellenplatz. Anders als die Unabhängigen dürfte es bei den Gastgebern um das Selbstvertrauen nicht allzu gut bestellt sein. Einen mageren Zähler gab es aus den letzten acht Begegnungen, dabei gelangen dem von Han Abbing trainierten Team lediglich vier Satzgewinne. Dass es bis dato gegen die direkte Konkurrenz aus Köpenick (2:3, 0:3) und Aachen (0:3, 0:3) vier Niederlagen gab, war auch nicht unbedingt hilfreich. Der letzte Sieg gelang Suhl vor exakt einem Vierteljahr gelang allerdings im Thuringia-Derby gegen Erfurt, das man dadurch derzeit fünf Punkt hinter sich auf dem Abstiegsrang weiß.  
 
Da liest sich Münsters Bilanz erheblich besser, vor allem die der Gastauftritte: Sechs Siege holte der USC in den bisher sieben Auswärtsspiele der laufenden Saison. Summer sieben soll am Samstag folgen. „Damit würden wir unseren Sieg bei den Raben richtig veredeln“, weiß Vollmer. Und dem Rang-Vierten Potsdam, auch wenn dem am Mittwoch mit dem 3:2 gegen Meister Dresden eine kleine Überraschung gelang, weiter im Nacken sitzen.