USC mit souveränem Dreier gegen Suhl

18.12.2016
Hier versucht's die Regisseurin selbst: Kaisa Alanko beim Smash. Foto: Daniel Wesseling

Der USC Münster hat im letzten Heimspiel des Jahres 2016 im Volleydome den angepeilten Dreier eingefahren: Mit 3:1 (18:25, 25:17, 25:13, 25:17) gewannen die Unabhängigen am Sonntagnachmittag gegen den VfB 91 Suhl.
 
Es war ein hoch verdienter Sieg der Westfälinnen, die zwar im ersten Satz erneut Probleme bekamen, danach aber immer mehr Sicherheit fanden und die Gäste in den folgenden Abschnitten nicht einmal annähernd an der 20-Punkte-Marke schnuppern ließen. Eine insgesamt also sehr souveräne Vorstellung der Mannschaft von Trainer Andreas Vollmer bei diesem letzten Auftritt vor eigener Kulisse 2016. Das sahen auch die 1089 zahlenden Zuschauer nach exakt 90 Spielminuten so.
 
Und anfangs sah es so auch, als wenn der USC den verflixten ersten Set deutlich unter Kontrolle hätte. Denn das Ensemble mit Kaisa Alanko (Zuspiel), Bogdana Anisova, Sina Fuchs (Außen), Eirca Wilson (Diagonal), Leonie Schwertmann, Jule Langgemach (Block) und Libera Linda Dörendahl bestimmte die ersten Minuten klar. Konsequent, zielstrebig und präzise schmetterten sich die Unabhängigen über 6:3 und 8:4 auf 11:6 in Front. Dann aber schlichen sich eigene Fehler ein, einige davon zeugten von Ungeduld am Netz. Ein Angebot, das die vom ehemaligen Juniorinnen-Bundestrainer Han Abbing gecoachten Suhler gerne annahmen. Bei 12:12 war für die Thüringer der Ausgleich geschafft, bei 14:13 ging der VfB dann sogar in Front. Und weil bei Münster vor allem die Annahme jetzt gehörig wackelte bauten die Gäste den Vorsprung kontinuierlich aus. Bei 14:22 hatten die Münsteranerinnen einen negativen Lauf von 3:16 Ballpunkten – und Suhl brachte den Satz ungefährdet heim.
 
Aber Münster setzte nach dem ersten Seitenwechsel cool einfach alles auf Null und begann wieder sehr konzentriert, vor allem aber wieder am Netz spürbar aggressiver. Und das sowohl im Block, als auch im Angriff. Bei 10:4 und 14:4 hatte Abbing seine Auszeiten schon verbraucht, es war eine 11:1-Serie. Eine Wackel-Phase erlaubten sich die Unabhängigen dann aber, und bei 17:16 war Suhl (nach eigener 11:2-Serie) wieder dran. Aber das tatsächlich nur für einen Nu. 8:1 Punkte von Münster folgten, der Satzausgleich war geschafft.
 
Ab dem dritten Durchgang hatten die Gäste dann nicht mehr viel zuzusetzen. Der USC hatte seinen Rhythmus voll und ganz gefunden, war in allen Elementen seinem Kontrahenten über. Mit einem super Ballwechsel zum 25:13 machte Münster den Deckel drauf und gönnte dem VfB auch im vierten Abschnitt kaum ein Jota mehr. Konstant und komplett ohne negative Punkteserien gingen die Unabhängigen ihren Weg. Kapitänin Schwertmann war es vorbehalten, gleich mit einem Klasse-Block den ersten Matchball zu verwandeln.
 
Ein Mal müssen die Westfälinnen in diesem Jahr allerdings noch antreten: Am 28. Dezember steht die Auswärtspartie beim Aufsteiger SW Erfurt noch auf dem Programm. Das nächste Heimspiel der Saison findet am 21. Januar gegen den VC Olympia Berlin statt.