USC Münster holt Teun Buijs

13.04.2017
Der neue Mann am Ruder des USC Münster: Teun Buijs (57). Foto: Sophia Möllers

Am Ende ging es alles ganz schnell: Teun Buijs heißt der neue Trainer des Volleyball-Bundesligisten USC Münster. Der 57-jährige Niederländer übernimmt den neunfachen Deutschen Meister ab dem 1. Juli, der Kontrakt endet am 30. Juni 2019.
 
„Wir haben einen Coach gesucht, der alle unsere Kriterien erfüllt, einen Tausendsassa quasi. Einen, der Jugend fördern kann, aber auch Erfahrung und Erfolge vorzuweisen hat“, erklärte mit großer Freude USC-Klubpräsident Jörg Adler. „Mit Teun haben wir einen Trainer gefunden, der viel Erfahrung in der Jugendarbeit hat, aber auch ein international erfahrener Coach. Wir haben einen Zwei-Jahres-Vertrag geschlossen, der für den Verein auch finanzierbar ist in der derzeitigen Konsolidierungsphase“, so Adler weiter.
 
Auch Teun Buijs freut sich sichtlich auf sein Engagement beim Renommierklub aus Westfalen: „Der USC Münster bietet einem Trainer professionelle Möglichkeiten und ist ein toller Verein. Hier wird exzellent in der Jugend gearbeitet. Und ich bin jemand, der sehr gut in der Lage ist, junge Spielerinnen zu entwickeln. Ich denke, dass ich für den USC sehr wichtig sein kann“, erklärte der 57-Jährige selbstbewusst unmittelbar nach seiner Vertragsunterschrift am Donnerstag um 14 Uhr.
 
In der Tat hat der zweifache Familienvater, dessen Tochter Anne niederländische Nationalspielerin ist und auch in der Bundesliga aktiv war, einige Meriten vorzuweisen. Mit dem Schweriner SC holte er 2011 und 2012 jeweils das Double, trainierte danach die international aktiven Topklubs Atom Sopot (Polen) und Lokomotive Baku (Aserbaidschan). Von 1996 bis 2004 war Buijs zudem niederländischer Bondcoach der Jugend und Junioren. In 2016/17 coachte er den NL-Männer-Zweitligisten Prima Dona Kaas VV Huizen.
 
Die neue Aufgabe reizt den Amsterdamer: „Die Bundesliga ist eine sehr gute Liga. Mit vielen Zuschauern und hohem Niveau. Deutschland hat sich da sehr gut entwickelt“, findet der Holländer, der – und das passt ja auch zu Münster – leidenschaftlicher Radfahrer ist. Es gibt aber noch eine bemerkenswerte Verbindung zum USC: Sein Schwager ist Harry Brokking, Trainer der USC-Damen in der Saison 1992/93.