Vollmer: "Haben zu viel falsch gemacht"

17.02.2017
Auch in Einzelgesprächen, wie hier mit Hanna Orthmann, versuchte USC-Coach Andreas Vollmer seine Schützlinge gegen Köpenick auf die richtige Bahn zu leiten. Vergebens, einzig Jennifer Keddy (kl. Foto) trat überzeugend auf. Foto: Jürgen Peperhowe

So richtig erklären konnte sich diese schwache Leistung niemand. Der USC Münster zeigte beim 2:3 zu Hause gegen den Köpenicker SC seinen vielleicht schlechtesten Auftritt in dieser Saison und droht nun, aus den Rängen für die direkte Playoff-Qualifikation zu fallen.
 
Als wäre der Abend nicht schon bitter genug gewesen, mussten die Volleyballerinnen des USC Münster nach der 2:3-Niederlage gegen den Köpenicker SC noch einmal gute Miene zum bösen Spiel machen. Das Lächeln beim obligatorischen Foto mit den Ballkindern war allenfalls gequält, zu sehr hatte die unerwartete Pleite auf das Gemüt geschlagen. „Ich bin selten richtig enttäuscht. Aber diesmal bin ich echt geknickt“, sagte USC-Trainer Andreas Vollmer .
 
Schon wenige Augenblicke nach dem dritten und entscheidenden Matchball saß der 50-Jährige auf dem Trainerstuhl und studierte fast fassungslos die entblößende Statistik, die gnadenlos die Unzulänglichkeiten aufdeckte. 29 Mal fand der Ball bei USC-Angriffen nicht den Weg ins Feld, elf Aufschlag- und sieben Annahmefehler komplettieren vor 689 Zuschauern das schlechte Bild, das Münster in den 125 Minuten abgab. „Wir haben so viel verschenkt, das ist Wahnsinn. Warum wir so viele und vor allem leichte Fehler machen, ist mir ein Rätsel. Das müssen wir schnell in den Griff bekommen“, sagte Vollmer, der einzig Jennifer Keddy ein gutes Zeugnis ausstellte. „Sie hat es phänomenal gut gemacht.“
 
Weniger positiv fielen die Noten für den Rest der Truppe aus. Unübersehbar befindet sich Erica Wilson derzeit in einem Tief, wie schon in Vilsbiburg und Potsdam mangelte es dem US-Girl an Durchschlagskraft und auch Ideen, Lösungen zu finden. „Erica ist jetzt in der Pflicht, sie muss abliefern. Aber sie geht mit sich selbst hart ins Gericht“, erklärte Vollmer.
 
Genau das wird auch Linda Dörendahl tun. Die Libera erwischte gegen den KSC keinen Glanztag, die Annahmequote von 33 Prozent war unter ihrem Schnitt. Dazu war auch Hanna Orthmann, die später Wilson auf der Diagonalen entlastete nicht stabil, im Angriff reihten sich Fahrkarten an Fahrkarten. So war der Weg frei für die Hauptstädter um die überragende US-Angreiferin Nicole Walch (25 Punkte). „Annahme ungenau, Pass ungenau, im Angriff verrückte Sachen gemacht. Es hat überhaupt nicht gepasst, wir haben alle zu viel falsch gemacht“, gestand der Trainer, der in [...]

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