Wolf: „An die Möglichkeit glauben!“

07.10.2016
Muss mit Bänderriss gegen Leverkusen noch mal passen: USC-Blockerin Carmen Heilemann. Foto: Daniel Wesseling

Noch sind die Youngsters vom USC Münster 2 in der 2. Bundesliga ohne Satzgewinn. Nun steht am kommenden Samstag auch noch die vermeintlich schwerste Aufgabe bisher auf dem Programm.

Wenn am 8. Oktober um 16 Uhr der Ex-Bundesligist Bayer 04 Leverkusen seine Visitenkarte im münsterschen Volleydome am Berg Fidel abgibt, könnte man fast provokant sagen: Da treffen zwei Welten aufeinander! Die Farbenstädter, im letzten Jahrzehnt noch deutscher Vizemeister und Pokalfinalist, seither mehrfacher Meister der 2. Bundesliga Nord und immer ganz weit oben in der Tabelle zu finden, haben die umgekehrte Statistik der Münsteranerinnen. Bayer hat in der laufenden Serie noch keinen Set abgegeben.

„Im Prinzip sind das echt schon zwei Welten im Moment“, konstatiert USC-Trainer Christian Wolf, schiebt aber hinterher: „Wir werden uns gegen diesen Gegner schon Punkte raussuchen, die wir gut machen, und Bayer in Bedrängnis bringen wollen. Es darf kein Team an den Berg Fidel kommen und meinen, es kann hier selbstverständlich die Punkte mitnehmen! Wir wollen nichts hergeben!“

Wolf gesteht aber auch, dass man jetzt vor dem Match gegen einen der großen Ligafavoriten realistisch bleiben muss. „Aber“, meint der 30-Jährige Bundesstützpunktcoach, „man muss an die Möglichkeit glauben. Wir werden es Leverkusen so schwer wie möglich machen.“

Dass das nicht einfach wird, lässt sich am Kader der Rheinländer ablesen. Da wirkt beispielsweise eine Ex-Juniorinnen-Nationalspielerin Anna Hoja - beim USC ausgebildet - mit, aber auch Top-Beacherin Isabell Schneider, dazu mit der Niederländerin Fabienne Coenders und der Kroatin Ivana Bradara zwei Ausländerinnen. Wolf: „Bayer ist sicher, gewohnt zu gewinnen und erfahren. Das muss man denen lassen. Aber sie sind nicht unantastbar!“

So stellt Wolf eine „forsche Art ins Spiel zu gehen“ für seinen USC in Aussicht, „nicht so zurückhaltend wie letzten Sonntag beim 0:3 gegen Schwerin.“ In der Woche hatte der Coach aufgrund einiger Klassenfahrten-Fahrerinnen im Kader keine optimalen Trainingsbedingungen. Auch fehlt weiter Carmen Heilemann mit Bänderriss. „Aber“, so Wolf, „wir haben keine Angst!“