Wolf: „Wollen gutes Gefühl mitnehmen!“

11.11.2016
Wichtige Stütze im jungen USC-Team: Kapitänin Chiara Hoenhorst. Foto: Daniel Wesseling

Am Samstag (16 Uhr) tritt der USC Münster 2 zum fünften Mal in der laufenden Zweitligasaison vor eigenem Publikum an. Zu Gast am Berg Fidel ist dann der TV Gladbeck.
 
Für die jungen Damen des USC 2 ist das natürlich eine schwere Aufgabe. Denn die Gladbecker zählten in den letzten Jahren immer zu den Top-Klubs der 2. Bundesliga Nord. Und natürlich verfügen die Gäste um ein riesiges Quantum mehr Erfahrung als die USC-Youngsters mit ihrem Durchschnittsalter von 16,7 Jahren.  
 
Bemerkenswert: Mit Jil Döhnert, Lea Adolph, Sina Kostorz, Lisanne Meis und Cinja Tillmann stehen gleich fünf Ex-USC-Akteurinnen bei den Ruhrgebietlern im Kader. Und eine Jil Döhnert gab ihr Debüt beim USC in der 1. Bundesliga in der Saison 2001/02 – da waren viele heutige USC-2-Athletinnen noch im Säuglingsalter!
 
Klar, dass Münster als Außenseiter gegen den TV antritt, der als Liga-Fünfter vier seiner acht Begegnungen gewann. „Aber im Moment sind wir gegen jeden Gegner Außenseiter“, weiß USC-Coach Christian Wolf. Die überaus junge und auch neu formierte USC-Truppe ist nach wie vor in der Entwicklung und steht noch ohne Punktgewinn in der laufenden Serie da.
 
„Es kommt für uns nicht darauf an, wie der Gegner heißt, wie vermeintlich schwer oder leicht die Aufgabe ist. Es geht für uns darum, dass wir unsere Eigenfehler-Quote verringern, die Annahme stabilisieren und im Angriff mehr Kontrolle haben“, beschreibt Wolf die augenblickliche Situation. Und auch darum, im Kopf freier zu werden. Wolf wird deutlich: „Wir sind besser, als wir es momentan zeigen. Das ist für uns entscheidend!“ Daher müsse man auch gegen Gladbeck nicht darüber reden, wie viele Punkte oder Sätze man hole, „sonders dass wir einen guten Eindruck bekommen, mit einem guten Gefühl aus diesem Match rausgehen. Wir werden uns auch für dieses Spiel Ziele setzen, das tun wir intern. Es geht dabei darum, in welchem Bereich und wie wir uns steigern.“
 
Trotz der kargen, respektive nicht vorhandenen Punktausbeute, brennt beim USC 2 nicht der Baum. „Es herrscht gute Stimmung im Team“, schildert Wolf. Einen zusätzlichen Schub bekam sein Ensemble dadurch, dass unter der Woche Juniorinnen-Bundestrainer Jens Tietböhl zwei Tage im Training vorbeischaute. Das hat natürlich die Aufmerksamkeit erhöht und einen neuen Reiz gesetzt. Was das Ensemble möglicherweise ja schon am Samstag aufs Parkett bringt.