USC muss die VolleyStars ziehen lassen

21.11.2013

Am Ende der 88-minütigen Spielzeit waren sich die Protagonisten allesamt einig: Die VolleyStars Thüringen waren verdienter Sieger des Pokal-Viertelfinalspiels beim Gastgeber USC Münster. „Die VolleyStars waren heute besser. Das müssen wir akzeptieren, auch wenn es weh tut. Denn wir hatten uns schon mehr erhofft“, gestand USC-Cheftrainer Axel Büring nach der Partie. Mit 0:3 (26:28, 21:25, 21:25) unterlagen die Unabhängigen den Thüringern im zweiten Vergleich der laufenden Saison. Zum Bundesliga-Auftakt hatten die Münsteranerinnen an gleicher Stelle noch mit 3:2 gewonnen.

Damit müssen sich die Westfalen weiter in Geduld üben, zuletzt hatte der USC im Winter 2005 in einem Pokal-Halbfinale gestanden. Am Mittwochabend musste sich das Büring-Ensemble einem besseren Kontrahenten beugen. Allerdings gestalteten die Gastgeber, bei denen Büring mit Tess von Piekartz, Ines Bathen, Sarah Petrausch, Nadja Schaus, Leonie Schwertmann, Ashley Benson und Libera Linda Dörendahl begann, den ersten Satz absolut ausgeglichen, hatten – nachdem beide der Teams konstant Kopf an Kopf lagen - sogar drei Satzbälle. Nadja Schaus machte den Punkt zum 26:25, doch angeführt von Star-Angreiferin Vendula Merkova zogen die Thüringer noch den Kopf aus der Schlinge. Ein Block gegen Schaus bedeutete die Satzführung der Gäste.

Münster spielte auch danach weiter ordentlich mit, ging mit 8:6 und 16:14 in die jeweiligen Technischen Auszeiten. Doch im Gegensatz zum Bundesliga-Auftaktspiel zeigten sich Sebastian Leipolds VolleyStars am Mittwoch weit weniger überraschbar. So riss kurzzeitig der Faden beim USC, bei 22:18 hatten die Thüringer dann aber einen komfortablen Vorsprung herausgespielt, den sie bis zum Satzende bei 25:21 hielten.

Auch im dritten Abschnitt war es ein kurzer Zwischenspurt der Gäste, der am Ende den Unterschied machte. Nach 10:11 riss der Kontakt etwas ab, die Leipold-Sechs setzte sich über 14:11 auf 16:12 ab. Und auch hier verteidigten die VolleyStars den Vier-Punkte-Vorsprung bis zum Ende. Mit dem zweiten Matchball stand das 0:3 für den USC zu Buche, der Halbfinaltraum war nach 88 Spielminuten beendet.

„Thüringen war heute taktisch gut aufgestellt und hat uns anders als im Bundesliga-Match vor fünf Wochen keine Chance zu Serien gegeben“, fasste Büring das Spiel zusammen. Enttäuscht war der 46-Jährige vom Endergebnis, nicht aber von der Vorstellung seiner Mannschaft: „Wir haben im ersten Satz am Limit gespielt, und im zweiten und dritten jeweils lange mitgespielt. Wir müssen akzeptieren, dass die VolleyStars heute besser waren. Das enttäuscht uns heute, aber morgen geht es für uns weiter mit der Vorbereitung auf das Ligaspiel am Sonntag gegen den Köpenicker SC!“ Bürings Thüringer Kollege Leipold freute sich dagegen über „ein sehr gutes Spiel meiner Mannschaft. Sie hat gekämpft – und bei einigen Schiedsrichter-Entscheidungen hatten wir auch Glück. Das tut mir für den USC leid!“

Von: USC Münster

MVP: Ashley Benson (USC Münster) / Vendula Merkova (VS Thüringen)