Dämpfer in Wiesbaden

19.11.2013

Dies ist ein Dämpfer, aber beileibe kein Beinbruch: 0:3 unterlag Damenvolleyball-Bundesligist USC Münster am Samstag beim VC Wiesbaden. Damit gingen die Unabhängigen zum zweiten Mal in dieser Saison gänzlich leer aus. „Wir haben vieles versucht, Wiesbaden hatte meistens eine Antwort. Mit Glück hätten wir einen Satz gewinnen können, doch auch dieses Ergebnis geht in Ordnung“, sagte Trainer Axel Büring.

1200 Zuschauer sorgten in der hessischen Landeshauptstadt für ein ausverkauftes Haus. „Das werten wir auch als Kompliment für uns, so gut war der Besuch in Wiesbaden bislang noch nicht“, erklärte Büring. Beflügelt vom 3:0 unter der Woche gegen Vilsbiburg begann der USC selbstbewusst und erfolgreich. 8:4 führte er im ersten Satz, Wiesbaden hatte da Not, doch die Mannschaft um Trainer Andreas Vollmer stabilisierte sich rasch. Größtes Pfund des Tabellenzweiten war an diesem Abend der Aufschlag. „Unsere Annahme hat nicht schlecht gespielt, aber auch nicht so gut, um Wiesbaden den Zahn zu ziehen“, meinte Büring. Schwächen in der Annahme stellten natürlich auch Zuspielerin Tess von Piekartz vor Probleme.

Büring versuchte viel, doch diesmal fruchteten die Lösungsmöglichkeiten nicht. Die Umstellung in der Annahme vom Zweier- auf einen Dreierriegel brachte keinen durchschlagenden Erfolg. Im zweiten Satz nahm der Coach Angreiferin Nadja Schaus raus und beorderte Wiebke Silge als dritte Kraft in den Mittelblock – ebenfalls ohne wirkliche Wirkung. „Wir haben eine Menge probiert. Es hat alles nicht geholfen. Was allerdings auch an der Qualität unseres Gegners lag. Wiesbaden hat richtig gut und immer mit Druck gespielt. Dem waren wir heute nicht gewachsen“, fasste Büring die Dinge zusammen.

Kämpferisch konnte der Coach seinen Schützlingen keinen Vorwurf machen. Bis zuletzt waren alle USC-Spielerinnen bemüht, das Ruder irgendwie herumzureißen. Doch vieles wirkte an diesem Tag nicht flüssig. Büring: „Heute hat auch die nötige Lockerheit gefehlt.“

Leicht angeschlagene Spielerinnen zog es gestern zum Physiotherapeuten, andere genossen einen Ruhetag. Nur Alisha Ossowski und Irina Kemmsies waren schon wieder am Ball: Beim Spieltag der A-Jugend in Sundern. Dort half Büring als Trainer aus.

Am kommenden Mittwoch sind alle wieder in der Sporthalle Berg Fidel gefordert. Dann kommt es im Viertelfinale des DVV-Pokals zum Vergleich mit den VolleyStars Thüringen. In der Liga gewann Münster den direkten Vergleich zu Saisonbeginn 3:2. Das würden die Unabhängigen sehr gern wiederholen. Im Halbfinale des nationalen Cupwettbewerbs waren sie schon lange nicht mehr.

Von: Westfälische Nachrichten