USC will ins Halbfinale

19.11.2013

20 Finger und ein Ball: Münsters Leonie Schwertmann blockt VST-Zuspielerin Mareike Hindriksen. Foto: Stefan Gertheinrich

Die Wochen bleiben englisch für den USC Münster: Auch am dritten Mittwoch des November sind die Bundesliga-Volleyballerinnen von Trainer Axel Büring wieder gefordert – zum zweiten Mal bereits im Pokalwettbewerb. Nach dem klaren 3:0 im Achtelfinale am 6. November bei der Reserve des Allianz MTV Stuttgart steht am 20. November 2013 (19.30 Uhr, Halle Berg Fidel) nun das Viertelfinale im DVV-Pokal auf dem Programm. Das Losglück war den Westfälinnen hold, denn gegen die VolleyStars Thüringen wurde den Unabhängigen ein Heimspiel zugelost.

VS Thüringen? Das gab´s auch schon mal in der Saison 2013/14 im Münsteraner Volleydome. Vor fünf Wochen, am ersten Bundesliga-Spieltag der neuen Serie, gaben die Thüringer bereits ihre Visitenkarte in Westfalen ab. Der USC drehte nach 1:2 Sätzen und hohem Rückstand im vierten Abschnitt ein verloren geglaubtes Match noch um und gewann die packende und dramatische Begegnung im Tiebreak. „Im vierten Satz waren wir eigentlich weg vom Fenster. Und dann haben wir das noch gedreht“, ist auch Büring diese Partie noch in lebhafter Erinnerung.

Nach dem – in der Höhe doch eher überraschenden – 3:0 am vorigen Mittwoch gegen die als Spitzenreiter nach Münster gereisten Roten Raben aus Vilsbiburg, mussten die Unabhängigen am vergangenen Samstag einen kleinen Dämpfer beim 0:3 in Wiesbaden hinnehmen. Einen Rückschlag sieht Büring durch dieses Spiel indes nicht: „Mit unserer jungen Mannschaft ist doch klar, dass sich die Erwartungen im Umfeld und auch bei den Spielerinnen erhöhen. Aber es ist auch normal, dass die junge Mannschaft nicht immer am oder über ihrem Limit agieren kann“, so der 46-Jährige, der erklärt: „Außer in Strecken im zweiten Satz haben wir auch in Wiesbaden die Basisleistung durchaus gebracht. Der Grund für das 0:3 ist bei einem sehr guten und sehr gut vorbereiteten und eingestellten Gegner zu finden. Einen Bruch gibt dieses Ergebnis für uns nicht!“

Büring erwartet am Mittwoch nicht unbedingt eine Wiederholung des Bundesliga-Spiels von Mitte Oktober. „Für Thüringen ist die Saison anfangs nicht so gut gelaufen. Aber mit dem Kader sind die VolleyStars natürlich ein Halbfinal-Kandidat“, sagt Büring mit Blick auf den Kader des ehemaligen VfB 91 Suhl, aus dem die Angreiferinnen Martina Utla und Vendula Merkova herausragen. Und fügt an: „Als Favorit sehe ich uns auch am Mittwoch nicht. Aber wir haben gesehen, dass wir – wenn alles passt – diesen Gegner schlagen können. Ich denke, dass beide Teams die Chance haben, mit dem Halbfinaleinzug etwas Besonderes zu schaffen.“

Personell hat der USC – bis natürlich auf die langzeitverletzten Sina Fuchs und Louisa Lippmann – alle Frauen an Bord. Man geht an die Aufgabe „VolleyStars“ also mit demselben Kader ins Rennen wie vor fünf Wochen. Mit ähnlichem Ausgang?

Von: USC Münster