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3:1-Coup gegen Schwerin

Schon früh war klar, dass sie eine heiße Kandidatin auf die MVP-Medaille sein würde. Nele Barber zeigte ein starkes Spiel und erzielte 18 Punkte. Foto: Daniel Wesseling
Schon früh war klar, dass sie eine heiße Kandidatin auf die MVP-Medaille sein würde. Nele Barber zeigte ein starkes Spiel und erzielte 18 Punkte. Foto: Daniel Wesseling

Der USC Münster zeigte am Mittwochabend seine bislang beste Saisonleistung und besiegte den Rekordmeister SSC Palmberg Schwerin verdient mit 3:1 (23:25, 25:22, 25:20, 25:23). USC-Coach Ralph Bergmann war nach dem Spiel entsprechend zufrieden: „Wir hatten keinen Druck, Schwerin schon. Daraus haben wir das beste gemacht. Es hat richtig Spaß gemacht.“

Auch seiner zur MVP gewählte Angreiferin Nele Barber (18 Punkte) hatte das Freude bereitet: „Dit war fluffig“ so die gebürtige Berlinerin im Dialekt der Hauptstadt. Münster startete mit Taylor Nelson, Jule Langgemach, Barbara Wezorke, Linda Bock, Nele Barber und Anika Brinkmann ins Spiel. Dazu Erika Kildau als Libera. Das Spiel begann mit einem sehr langen Ballwechsel. Nele Barber brachte den USC dann mit 1:0 in Führung. Der USC konnte sich dann mit Anika Brinkman am Service und guter Blockarbeit bis auf 6:2 davonstehlen. Dann aber war Schwerin wach und verkürzte bis zur technischen Auszeit bis auf einen Punkt (8:7). Beim 8:9 dann die erste Gäste-Führung. Es folgten einige Aufschlag- und Annahmefehler beim USC und so konnte Schwerin sich in der Folge auf 12:16 absetzen. Adeja Lambert war für Nele Barber eingewechselt worden. Beim 17:17 war Münster wieder da: Adeja Lambert zwang Gäste-Coach Felix Koslowski mit ihrem Angriffspunkt in eine taktische Auszeit. Der Satz blieb sehr spannend. Der USC fightete auf höchstem Level und so musste Felix Koslowski beim 23:23 erneut eine taktische Auszeit nehmen. Zwei Punkte von Ex-USC-Angreiferin Lina Alsmeier sorgten dann aber doch für den Satzgewinn des SSC Palmberg Schwerin. 

Kapitänin Barbara Wezorke besorgte mit einem erfolgreichen Schnellangriff den ersten Punkt im zweiten Satz. Anschließend lag meist Schwerin mit einem Punkt vorne. Es blieb ein ausgeglichenes Spiel. Erst zur Auszeit konnte der SSC sich auf zwei Punkte absetzen (6:8). Anika Brinkmann besorgte beim 11:11 den neuerlichen Ausgleich,  ein Block von Jule dann sogar die Führung. Eins konnte man bereits zu diesem Zeitpunkt festhalten: Der USC rief sein Potenzial an diesem Abend voll ab und zeigte eine sehr gute Leistung. Fehlte nur noch die Belohnung. Die war zur zweiten technischen Auszeit noch möglich – der USC führte mit 16:14. Das Spiel kostete Kraft: Anika Brinkmann und Taylor Nelson bekamen eine kurze Pause. Sarah van Aalen und Liza Kastrup vertraten sie vorrübergehend. Beim 22:19 war die Belohnung zum Greifen nah. Der USC packte zu und belohnte sich mit dem 25:22-Satzgewinn. Felix Koslowski war bedient und stauchte sein Team in der Pause ordentlich zusammen. 

Die Ansprache des Bundestrainers, sie zeigte keine Wirkung. Der USC blieb am Drücker und ging mit 3:2 in Führung. Führungswechsel zu Auszeit – 7:8 aus Münsteraner Sicht. Sehr auffällig: Die Block-Feldabwehr funktionierte nahezu perfekt bei den Unabhängigen, die kurz darauf wieder mit 12:9 vorne lagen. Nele Barber erzielte Punkt um Punkt. Zur Auszeit stand es 16:10 für Münster. Jetzt war eine richtige Belohnung in Reichweite. Auch beim 20:14 hatte der 6-Punkte-Vorsprung noch Bestand. Der USC griff erneut zu und sackte beim 25:20 mit der 2:1-Satzführung einen echten Überraschungspunkt gegen den Rekordmeister ein.

Was für ein Auftakt in den vierten Satz: Vorne packte der Block zu und hinten kratzten Erika Kildau und Linda Bock die Bälle vom Boden. 3:0 und direkt mal eine taktische Auszeit von Schwerin. Der USC war im Flow. 6:1 stand es kurz darauf. 8:3 dann zur technischen Auszeit. Beim 10:4 nahm Coach-Koslowski bereits seine zweite taktische Auszeit. Ralph Bergmann wollte ebenfalls eine Pause, als der Vorsprung auf vier Punkte geschrumpft war (14:10). Schwerin stabilisierte sein Spiel jetzt tatsächlich und beim USC fehlten hier und da ein paar Zentimeter bei den Bällen. Die Folge: Der 14:14-Ausgleich. Zur zweiten technischen Auszeit stand es 16:15. Beim 22:22 nahm Ralph Bergmann dann seine zweite taktische Auszeit. Eine Pause, die sich lohnte. Voll konzentriert ging sein Team die Schlussphase an und machte den Überraschungs-Coup perfekt. 

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