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Nur das Happy-end fehlt

Ines Bathen (l.) war in einem starken USC-Ensemble die Wertvollste am Sonntagabend. Foto: Daniel Wesseling
Ines Bathen (l.) war in einem starken USC-Ensemble die Wertvollste am Sonntagabend. Foto: Daniel Wesseling

Die Sensation lag in der Luft, doch am Ende musste der USC Münster nach großem Kampf dem Titelverteidiger und Favoriten den Vortritt lassen: Nach einem begeisternden Comeback unterlagen die Unabhängigen am Sonntagabend im Pokal-Viertelfinale dem Allianz MTV Stuttgart im Tiebreak mit 20:25, 19:25, 25:21, 27:25 und 11:15.
 
Dramatisch war es, ein echter Thriller, ein fantastisches Drehbuch – es fehlte aus Sicht der Westfalen dann wirklich nur noch das Happy-end. Denn das Ensemble von Trainer Teun Buijs kämpfte sich gegen den großen Favoriten und amtierenden Cup-Sieger Stuttgart nach einem 0:2-Satzrückstand nicht nur bravourös in das Match zurück. Die Unabhängigen hatten im Entscheidungsdurchgang sogar beim Stande von 11:7 ein Bein im Halbfinale. Die Schwaben konterten jedoch im Stile eine Spitzenmannschaft, die sie ja auch sind, und taten mit acht Ballpunkten in Serie ihrerseits den Schritt in die Vorschlussrunde des Wettbewerbs.
 
Teun Buijs rang nach der emotionalen Achterbahnfahrt in einer mitreißenden Viertelfinal-Partie zunächst nach Worten. „Morgen werden wir sehen, was wir in diesem Match geleistet haben. Aber heute, ein paar Minuten nach dem Ende, ist das für uns großer Mist“, so der 57-Jährige, der seine Enttäuschung nicht verhehlen konnte: „Wir führen, haben es vor uns und schmieren dann ab.“ Aber auch unmittelbar nach dem Pokalaus wusste der Niederländer auch: „Wir haben großen Volleyball gespielt und sind mit dieser Leistung in das für uns nächste Level vorgedrungen. Das Team hat sogar während des Spiels gelernt. Wir waren ab dem dritten Satz so schön aggressiv, wir hatten die Chance. Es ist so schade!“
 
In der Tat schafften es die Münsteranerinnen auch ihren Gegner vor ein Rätsel zu stellen. Nicht dass das Team um Zuspielerin und Kapitänin Mareike Hindriksen nicht schon in den beiden ersten Sätzen bärenstark gekämpft und über weite Phasen vorzüglichen, weil variablen und ideenreichen Volleyball gespielt hätte. Doch hier fehlte immer ein Quäntchen, um den Süddeutschen wirklich dauerhaft Paroli zu bieten. In den Schlussphasen war das Team um die überragende Renata Sandor einfach abgebrühter. Auch das ist eine hohe Qualität.
 
Zum dritten Satz brachte Buijs in der Mitte Juliet Lohuis für Jule Langgemach. Die Holländerin profitierte auch davon, dass ihr Team jetzt immer griffiger wurde, vor allem aber seine große Qualität zeigte: Kein Spiel ist verloren, ehe nicht der letzte Punkt an den Gegner geht. Mit dieser mentalen Stärke setzten sich die Gastgeberinnen über 10:6 auf 20:15 ab und Lena Vedder schloss einen Lehrbuch-Angriff mit dem Set-Winner zum 1:2 ab. Mit starkem Aufschlag und einer wunderbaren Variabilität – gleich fünf Spielerinnen des USC machten zehn und mehr Ballpunkte im Match – ließ sich der USC auch nicht ins Bockshorn jagen, als er im vierten Set lange einem Rückstand hinterherlaufen musste. Bei 21:20 lag Münster vorn und behielt dann auch in der Satzverlängerung die Nerven. Ausgleich, frenetisch gefeiert von gut 1400 Fans im Volleydome am Berg Fidel.
 
Mit dem Höhenflug war es erst vorbei, als auf den Rängen schon vom Halbfinale vor eigenem Publikum gegen Wiesbaden geträumt wurde. Der Punkt zum 11:7 sollte der letzte der Münsteranerinnen werden. Ausgerechnet Ines Bathen, stärkste Münsteranerin und MVP, setzte den letzten Ball deutlich ins Aus.  
 
Und auch, wenn der große Wurf dem jungen USC-Team am Sonntagabend noch nicht gelungen ist - das Team hat einmal mehr in der verhältnismäßig ja noch jungen Saison gezeigt, welche Entwicklungsmöglichkeiten in ihm stecken. Von der Fähigkeit, die Fans mit löwengleichem Kampfgeist in ihren Bann zu ziehen einmal abgesehen.

 

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