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Team und Trainer wollen in Potsdam den nächsten Schritt machen

Nach dem Training fordert Lisa Thomsen Feedback ein - und bekommt es. Die Kommunikation stimmt im Team.
Nach dem Training fordert Lisa Thomsen Feedback ein - und bekommt es. Die Kommunikation stimmt im Team.

Donnerstagabend, 19 Uhr, Halle Berg Fidel: 14 Spielerinnen, drei Coaches und ein ehrenamtlicher Helfer geben Vollgas. Der USC Münster im Abendtraining. Einstellung, Motivation und Konzentration sind top. Von Niedergeschlagenheit nach zuletzt fünf Saisonniederlagen in Folge keine Spur. 

„Im Training läuft es bei uns schon seit mehreren Wochen sehr gut“, zeigt sich Cheftrainerin Lisa Thomsen nach der intensiven Einheit zufrieden. Sie weiß aber auch: „Leider haben wir das in den vergangenen Spielen nicht komplett aufs Feld gebracht, sondern immer nur einzelne Elemente.“ Die Liga ist leistungsmäßig zuletzt noch enger zusammengerückt. Leichte Gegner gibt es nicht mehr. Und so weiß Lisa Thomsen die Ergebnisse der letzten Wochen auch richtig einzuschätzen: „Gegen Stuttgart und Schwerin bist Du immer der Außenseiter. In den anderen Spielen waren es oft Kleinigkeiten. Da werden wir das Glück in den kommenden Wochen auch wieder auf unsere Seite zwingen und uns durch gute Leistungen in allen Bereichen auch wieder mit Siegen belohnen.“ 

Es wurde viel geredet im Training. Und auch danach. Lisa Thomsen forderte Feedback ein und bekam es. „Das ist für uns ganz wichtig, dass wir mehr kommunizieren – auf und neben dem Feld“, so die 35jährige. „Die jungen Spielerinnen lernen von den Erfahreneren. Aber auch die älteren Spielerinnen brauchen Rückmeldung von ihren Mannschaftskolleginnen. Ohne Kommunikation wird es ganz schwer, daher hat das bei uns eine hohe Priorität.“

Am Sonntag steht die nächste Liga-Partie an. Um 16.30 Uhr beim SC Potsdam. Die Brandenburgerinnen gehörten bereits in der abgelaufenen Saison zu den Favoriten um die Meisterschaft. Auch in dieser Saison haben sie die Ambition und die Qualität, um den Titel mitzuspielen. Am Donnerstagabend zogen sie mit einem hochverdienten 3:1-Erfolg über Stuttgart ins DVV-Pokalfinale ein. Aus den ehemals „großen Drei“ Stuttgart, Schwerin und Dresden, ist seit zwei Jahren ein Quartett mit Titelansprüchen geworden. Insofern ist es am Sonntag ein vermeintlich leichtes Spiel für den USC. Denn die Unabhängigen reisen als Außenseiter in die MBS-Arena. 

„Trotzdem wollen wir natürlich auch in Potsdam etwas mitnehmen und unser Spiel weiter verbessern“,  erklärt Ralph Bergmann. Der Sportliche Leiter und designierte Interims-Coach (Lisa Thomsen wird im Dezember für einige Monate in Mutterschutz und Elternzeit gehen) nimmt inzwischen an allen Trainingseinheiten teil und reist auch mit zu den Auswärtsspielen. Auch Co-Trainer Marvin Mallach hat sein Engagement  in den vergangenen Wochen nochmals hochgefahren. Der ganze Verein zieht an einem Strang, um nach dem durchwachsenen Start in der Liga und der Trennung von Ex-Coach Teun Buijs möglichst bald wieder sportlich in die Spur zu kommen. In Potsdam mit dabei sein wird auch bereits der neue Co-Trainer, der das Team künftig gemeinsam mit Ralph Bergmann und Marvin Mallach betreuen wird. Es handelt sich dabei um Max Filip aus Berlin. Bislang war er als Co-Trainer des Bundesstützpunkt-Teams VC Olympia Berlin (2. Bundesliga Nord) tätig. Am Montag nimmt er offiziell seinen Dienst beim USC auf. Am Sonntag sieht er sich seine neuen Schützlinge bereits live in Potsdam an.

Im Training klappt schon lange alles gut. Nun will sich der USC auch endlich wieder in den Spielen mit Punkten belohnen.

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