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USC gewinnt 3:1 in Erfurt und freut sich auf ein mögliches "Endspiel" gegen Aachen

Geniale Fan-Unterstützung in Erfurt.
Geniale Fan-Unterstützung in Erfurt.

Der USC Münster gewinnt sein Auswärtsspiel bei Schwarz-Weiß Erfurt mit 3:1 (25:11, 20:25, 25:17. 27:25) und ist damit sicher für die Playoffs qualifiziert. Besser noch: Der USC wahrt damit seine Chancen auf eine sehr gute Platzierung für die Playoffs. Das Problem: Um den so wichtigen Platz Fünf zu erreichen, und damit den Top-3 der Liga im Viertelfinale aus dem Weg zu gehen, bedarf es der freundlichen Unterstützung der Konkurrenz. Der USC hat mit dem 3-er alles in seiner Macht stehende getan. Nur leider endete die Partie zwischen dem SC Potsdam und den Roten Raben Vilsbiburg 3:2 für die Raben, sodass Potsdam nun 3 Punkte Vorsprung vor dem USC hat und Vilsbiburg bei einem weniger absolvierten Spiel bis auf zwei Zähler an die Unabhängigen herangerückt ist. Und dann sind da noch die punktgleichen Ladies in Black aus Aachen, die am kommenden Samstag um 18.30 Uhr am Berg Fidel gastieren. 

Ein 3-Punkte-Erfolg gegen Aachen ist Pflicht, will man Stuttgart, Schwerin und Dresden aus dem Weg gehen. Dazu bedarf es sicher auch der lautstarken Unterstützung zahlreicher Fans. Gleichzeitig darf Potsdam nicht in Stuttgart punkten. Da Stuttgart die Hauptrunde als erster beschließen will und entsprechend motiviert zur Sache gehen wird, ist das durchaus wahrscheinlich. Münster würde dann (ein 3-Punkte-Sieg gegen Aachen vorausgesetzt) punktgleich aufgrund der mehr erzielten Siege an Potsdam vorbeiziehen. Wenn dann auch noch die Roten Raben gegen VCO Berlin und/oder Schwarz-Weiß Erfurt Federn lassen, dann… aber daran mag USC-Coach Teun Buijs jetzt noch gar nicht denken: „Wir haben unsere Hausaufgaben gemacht“, so der Niederländer. „Alles andere haben wir nicht in der Hand. Natürlich hätte ich mir im Spiel Potsdam gegen Vilsbiburg lieber einen Drei-Punkte-Sieg für eines der Teams gewünscht. Aber das nützt ja nichts, nun ist es einfach so.“ 

Der USC startete in Erfurt mit Kapitänin Mareike Hindriksen, Luisa Keller, Juliet Lohuis, Teresa Mersmann, Lina Alsmeier und Marie Schölzel in die Partie. Lisa Thomsen kam als Libera zum Einsatz. Marie Schölzel sorgte für die 1:0-Führung des USC. Mareike Hindriksen legte mit einem Ass nach. Die Gastgeberinnen kamen dann zwar besser ins Spiel und glichen zwischenzeitlich zum 4:4 aus. Mit 8:4 für Münster ging es dann aber in die erste technische Auszeit. Der USC war nun warmgespielt und spulte anschließend eine sehr solide Leistung ab. Nach 22 Minuten ging der erste Satz mit 25:11 verdient an den USC Münster. 

Die sportlich bereits abgestiegenen Thüringerinnen wollten sich im letzten Heimspiel der Saison vor den eigenen Fans natürlich so teuer wie möglich verkaufen und steigerten sich im zweiten Satz auch: Mit 8:7 für den USC ging es in die erste technische Auszeit. Danach riss der Faden beim USC und die Münsteranerinnen ließen die Gastgeberinnen auf 15:9 davonziehen. Linda Bock war inzwischen für Teresa Mersmann im Spiel. Zur zweiten technischen Auszeit stand es zwar nur noch 16:13 für Erfurt. Über 18:16 und 20:17 hielt Erfurt den USC jedoch auf Distanz. Ein Aufschlagfehler auf Seiten des USC und ein anschließender Netzroller zu Gunsten der Erfurterinnen brachte die Vorentscheidung. Es stand 22:18 für Erfurt. Satz Zwei ging schließlich mit 25:20 an Schwarz-Weiß Erfurt.

Die darauf folgende 10-Minuten-Pause nutzte Trainer Teun Buijs gut zum taktischen Fein-Tuning: Münster übernahm wieder das Kommando und ging mit 6:2, später mit 8:3 in Führung. „Im ersten und dritten Satz haben wir sehr gut gespielt“ war Teun Buijs nach dem Spiel auch weitestgehend mit der Leistung seiner Schützlinge zufrieden. Trotz zwischenzeitlicher Probleme in der Annahme, stellte der USC dann auf 12:6. Erfurt erhöhte den Druck, verkürzte auf drei Punkte, die Routiniers Mareike Hindriksen und Lisa Thomsen sorgten in dieser Phase jedoch für Ordnung und hielten den USC auf Kurs. Mit 16:10 aus Sicht des USC ging es in die zweite technische Auszeit. Über 19:10 konnte der USC Durchgang Drei schließlich mit 25:17 für sich entscheiden. „Erfurt konnte ohne Druck befreit aufspielen“, erklärte Teun Buijs die zwischenzeitlich ausgeglichene Partie. „Die haben zwischendurch ihre Chance gewittert und wollten was holen“, so der Coach. „Das wussten wir dann aber zum Glück zu verhindern.“

Der vierte Satz blieb lange Zeit ausgeglichen. 8:6 stand es aus Sicht des USC zur ersten technischen Auszeit. Die Konzentration aus Satz Drei war aber irgendwie verloren gegangen. Erfurt konnte mehrfach ausgleichen und blieb dran am USC. Beim Stand von 18:18 brachte Teun Buijs Liza Kastrup für Luisa Keller ins Spiel. Mit 20:20 ging es in die Crunch Time. Linda Bock versenkte einen erfolgreichen USC-Angriff im gegnerischen Feld. Erfurt konterte… über 22:22 und 23:23 war lange Zeit nicht klar, ob der USC die wichtigen drei Punkte noch einfahren konnte. „Wir haben aber die Nerven behalten“, so Teun Buijs. „Das war sehr wichtig.“ So kam es zum ersten Matchball für den USC Münster. Vor dessen Ausführung nahm Erfurt eine Auszeit. Und kam anschließend zum Ausgleich (24:24). Weiter ging es: zweiter Matchball Münster: Ausgleich (25:25). Dritter Matchball Münster: Auswärtssieg und drei Punkte für Münster. 

Als wertvolle Spielerin (MVP) wurde Marie Schölzel ausgezeichnet. Sie erzielte insgesamt beeindruckende 18 Punkte. In Reihen der Erfurterinnen erhielt Tess Rountree (17 Punkte) die MVP-Medaille. Top-Scorerin war an diesem Abend USC-Angreiferin Lina Alsmeier mit 20 Punkten. 

Am kommenden Samstag steht dann unter Umständen das Endspiel um Platz 5 an. Um 18.30 Uhr in der Halle Berg Fidel in Münster. Gegen die Ladies in Black Aachen. Tickets gibt es hier

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