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USC klettert auf Platz 5

MVP Linda Bock
MVP Linda Bock

Der USC Münster gewann das Heimspiel gegen die Roten Raben Vislbiburg am Mittwochabend mit 3:0 (25:22, 25:16, 27:25) und rückte in der Tabelle auf Platz 5 vor. "Es war ein sehr gutes Spiel von uns" zeigte sich USC-Coach Teun Buijs nach der Partie hocherfreut und auch erleichtert. Denn da Wiesbaden parallel gegen Dresden gewonnen hat, wäre eine Niederlage schon ein schwerer Rückschlag im Kampf um die Playoffs gewesen. So aber steht der USC Münster bestens da für den Show-Down: Samstag zunächst in Erfurt und dann eine Woche später am Berg Fidel gegen Aachen.

Der USC begann die Partie mit Kapitänin Mareike Hindriksen, Luisa Keller, Teresa Mersmann, Lina Alsmeier, Juliet Lohuis, Marie Schölzel und Lisa Thomsen als Libera. Die Partie begann gleich mit mehreren langen und spektakulären Ballwechseln. Beim 4:3 ging der USC erstmals in Führung. Mit 8:7 rette Münster den knappen Vorsprung auch bis in die erste technische Auszeit. Man merkte beiden Teams förmlich an, dass sie genau wussten, was hier auf dem Spiel stand. 100 Prozent fokussiert gingen sie zu Werke. Beim USC stimmten Aufschlagdruck, Annahme und auch Block. Vilsbiburg setze im Angriff vor allem auf Channon Thomson (21 Punkte). Zur zweiten technischen Auszeit lagen die Gäste wiederum mit einem Punkt vorne (16:15). Teun Buijs, wechselte dann Linda Bock für Teresa Mersmann ein. Ein genialer Schachzug, wie sich im Spielverlauf herausstellen sollte. Die 18jährige wurde am Ende zur wertvollsten Spielerin gewählt. Sie punktete sogleich auch aus dem Hinterfeld. Channon Thomson punktete auf der Gegenseite fleißig weiter. Gegen ihre Sprunggewalt fand der USC keine Mittel. Die erste Zwei-Punkte-Führung erkämpfte sich der USC beim 20:18. Kurz darauf stand es gar 23:20. Liza Kastrup kam für Mareike Hindriksen, Svenja Enning kurz darauf für Luisa Keller. Beim 24:21 hatte der USC Satzbälle. Lina Alsmeier verwandelte den zweiten zum 25:22-Satzgewinn. 

Die gerade in den Abi-Prüfungen steckenden Luisa Keller und Lina Alsmeier sorgten mit jeweils zwei Punkten für eine 4:0-Führung zum Auftakt des zweiten Durchgangs. Mareike Hindriksen war in dieser Phase am Aufschlag. Mit 8:0 ging es in die Pause. Sogar ein erfolgreicher Block gegen Channon Thomson gelang dem USC in diesem sensationellen Lauf. Vilsbiburg berappelte sich dann jedoch, servierte ebenfalls druckvoll und kam auf 11:6 heran. Diesen 5-Punkte-Vorsprung brachte der USC bis in die zweite technische Auszeit (16:11). Bei 20:14 war die Vorentscheidung im zweiten Satz gefallen. Vor allem Luisa Keller punktete in dieser Phase nach Belieben, überraschte den Raben-Block immer wieder mit Finten. Am Ende schnappte sich der USC den Satz mit 25:16.

Mit einem Ass eröffnete Mareike Hindriksen den dritten Satz. Dieser blieb aber zunächst offen. Vilsbiburg gelang beim 5:6 die erste Führung seit langer Zeit und zwang Teun Buijs zu einer Auszeit. Mit 6:8 aus USC-Sicht ging es in die technische Auszeit. Die Raben witterten ihre Chance. Münster leistete sich zwei oder drei Abstimmungsprobleme. Bei 13:13 war der USC wieder zurück in der Spur und holte auch den nächsten Punkt. Das Spiel blieb unfassbar spannend: Über 20:20 ging es in die Crunchtime. Hier war es dann Linda Bock, die die entscheidenden Bälle im Angriff versenkte, bzw. klug den gegnerischen Block anspielte. Nach mehreren Matchbällen hieß es dann am Ende 27:25. Als MVP wurde Linda Bock ausgezeichnet. Sie erzielte 9 Punkte. "Es war einfach unglaublich, wie wir heute gespielt haben", so die etatmäßige Libera nach dem Spiel. "Wir haben es als Mannschaft heute unglaublich gut gemacht und ich bin einfach nur happy." Lina Alsmeier (15), Luisa Keller (15) und Marie Schölzel (14) waren die besten Punktesammlerinnen in einem USC-Team, das heute auf allen Positionen eine Top-Leistung gezeigt hat.


Trainer Teun Buijs sah natürlich auch einige Phasen im Spiel, die besser hätten laufen können. "Wir hätten Vilsbiburg nicht mehr unbedingt in den dritten Satz zurückkommen lassen müssen. Da hatten wir zwischenzeitlich Probleme, weil der Gegner umgestellt hat und es auch gut gemacht hat. Aber das haben wir gut wieder in den Griff bekommen. Ich bin sehr zufrieden. Die längere Pause vor dem Straubing-Spiel hat uns gut getan. Ich denke, wir sind jetzt wieder im Rhythmus." 

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