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USC startet in Erfurt in die Rückrunde

Wieder topfit und für Erfurt gerüstet: USC-Dauerbrennerin Ines Bathen. Foto: Stefan Gertheinrich
Wieder topfit und für Erfurt gerüstet: USC-Dauerbrennerin Ines Bathen. Foto: Stefan Gertheinrich

Auf geht’s ins Jahr 2018! Am 6. Januar ist der USC Münster in der Bundesliga nach der kurzen Winterpause wieder gefordert. Zum Rückrundenauftakt ist das Team von Trainer Teun Buijs bei Schwarz-Weiß Erfurt gefordert.
 
So hatte auch die die allererste Begegnung für die beiden Kontrahenten geheißen, wobei damals, Mitte Oktober, kein Team wusste, wo es steht. Nach zehn Spieltagen hat sich der Weg der Samstagsgegner herauskristallisiert: Der USC gilt als Überraschungsteam der Hinrunde, hat mit Platz vier, seinen Leistungen und seinem Punkteertrag verdeutlicht, dass er in der Tat zu den ernsten Bewerbern um ein Heimspiel im ersten Playoff-Viertelfinale zählt. Erfurt hingegen, letzte Saison bereits sportlicher Absteiger und durch den Rückzug des Köpenicker SC erst wieder in Deutschlands Eliteliga mit von der Partie, hat erst vier Zähler auf dem Konto und belegt den Abstiegsplatz.  
 
Das ist die sportliche Ausgangssituation, wie sie sich momentan auf dem Papier widerspiegelt. Für Teun Buijs ist das als Bemessungsgrenze aber zu billig, auch wenn Erfurt im Hinspiel am münsterschen Berg Fidel den Unabhängigen bei deren 3:0-Erfolg nur wenig entgegenzusetzen hatte: „Die Situation ist jetzt anders, es hat sich bei uns etwas geändert“, spielt er auf das Saisonaus von Diagonalangreiferin Lena Vedder an, „und bei Erfurt ebenfalls“, so der Niederländer nach eingehendem Video-Studium der Schwarz-Weißen. Und Bujis verdeutlicht: „Gerade weil die Situation so ist, dass Erfurt auf dem Abstiegsplatz steht, müssen die schleunigst anfangen, Punkte zu holen. Da ist denen egal gegen wen. Unser erster Fehler wäre, wenn wir Erfurt unterschätzen würden!“
 
Zumal SWE-Coach Jonas Kronseder mittlerweile einige Umstellungen in seinem Ensemble vorgenommen hat. So rückten zuletzt beim 0:3 gegen Dresden die Kanadierin Margaret Casault und die US-Amerikanerin Evyn McCoy für Annalena Grätz und Wivian Gadelha ins Team. Das Zuspiel teilen sich Bailey Nichol und Michaela Wessely, eine starke Rolle spielt die japanische Libera An Saita, mit 158 Zentimeter die kleinste Bundesligaspielerin. Da auch der USC – durch die Verletzung von Lena Vedder notgedrungen – mit einer anderen Formation und darauf angepasstem System im Vergleich zum Hinspiel agieren, „ist das am Samstag wieder eine neue Herausforderung für beiden Mannschaften“, erklärt Buijs, „es gilt, die passende Taktik für den Gegner zu finden.“ Buijs will mit seiner Mannschaft versuchen, die Schwächen im Annahmeriegel der Thüringer zu finden, „und wir müssen lesen, wie die Zuspieler die Bälle verteilen.“ Eines ist klar: Die meisten Bälle bekommt nach wie vor die ecuadorianische Diagonalangreiferin Erika Mercado.
 
Glücklich ist Teun Buijs darüber, dass Rückkehrerin Liza Kastrup, eigentlich ein Vorgriff auf die nächste Saison, nach der Vedder-Verletzung sofort zum Team stoßen konnte. Die 18-Jährige spielt auf der Diagonalen, der Vedder-Position. „Das gibt uns mehr taktische Optionen und mehr Wechselmöglichkeiten“, konstatiert Buijs. „Liza hat hier in Münster am Bundesstützpunkt eine hervorragende Ausbildung bekommen und hat in ihren letzten Monaten in den USA viel Physis hinzugewonnen. Sie muss jetzt ins Team wachsen, unser System verstehen. Aber Liza lernt sehr schnell.“  
 
So tritt der USC mit 13 voll einsatzfähigen Spielerinnen die Reise in die thüringische Landeshauptstadt an, da auch Ines Bathen (Bänderriss im Sprunggelenk) und Nadja Schaus (Infekt zwischen den Jahren) wieder voll hergestellt sind – und auf einen Einsatz brennen. „Wir wollen drei Punkte“, stellt Buijs klar, „die sind nicht nur wichtig für die nächsten Wochen, in denen wir sehr schwere Gegner haben, sondern natürlich auch für die Endabrechnung!“

 

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11.04.2018

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