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WDM U20 – Fünfter Platz für den USC

Text und Foto: Michael Eyinck
Text und Foto: Michael Eyinck

Bei den Westdeutschen U20-Meisterschaften am vergangenen Wochenende in Essen konnte das ersatzgeschwächte Team des USC Münster den Titel vom letzten Jahr nicht verteidigen. Nach der knappen 1:2-Niederlage im Viertelfinale gegen den TSV Bayer 04 Leverkusen blieb das von Ines Bathen und Franz Jaeger trainierte Team am zweiten Wettkampftag aber ohne Niederlage und belegte am Ende einen guten 5. Platz. Neuer Westdeutscher Meister wurde VoR Paderborn, den zweiten Platz belegte der BSV Ostbevern. 

Durch zahlreiche Ausfälle hatte sich die Zahl der einsatzfähigen Spielerinnen am Wochenende auf neun verringert. Die mitgereisten Carlotta Klemm und Antonia Schmücker konnten ihr Team verletzungsbedingt nur von der Seitenlinie unterstützen. Da auch die Bundesligaspielerinnen Luisa Keller, Lina Alsmeier und Linda Bock fehlten, trat der USC mit einer sehr jungen Mannschaft an: Kathi Haferkamp, Luisa Beining und Linn Hoger sind 17 Jahre alt, Carolin Beining und Rieke Hoger gerade 15 Jahre. Leider fiel mit Merle Kaiser nach dem ersten Vorrundenspiel eine weitere Angreiferin mit Knieproblemen aus, so blieben Trainerin Ines Bathen und Co-Trainer Franz Jaeger auf der Außenposition praktisch keine Wechselmöglichkeiten. 

Im ersten Vorrundenspiel gegen die Solingen Volleys konnte unser Team den ersten Satz erst dank einer Aufschlagserie von Carolin Beining mit 25:19 gewinnen. Im zweiten Satz lief es schon besser und der USC gewann den Durchgang mit 25:20. Im zweiten Vorrundenspiel gegen den Favoriten und späteren Westdeutschen Meister VoR Paderborn spielte der USC im ersten Satz lange Zeit gut mit und lag sogar mit 15:11 in Front, ehe eine Aufschlagserie von Anna Leweling den Satz noch zum 25:19 für die Paderbornerinnen drehte. Im zweiten Satz war unser Team chancenlos und verlor glatt mit 12:25 Punkten. 

Im Viertelfinale folgte dann die große Verwirrung: Mitten in der Einspielphase gegen den vermeintlichen Gegner Humann Essen gab die Wettkampfleitung einem Protest der Essenerinnen gegen die Viertelfinalauslosung statt und es musste neu gelost werden. Neuer Gegner des USC war jetzt der TSV Bayer 04 Leverkusen. In einem durch große Unsicherheiten der Schiedsrichterin geprägten Spiel konnte Leverkusen den ersten Satz mit 25:19 gewinnen. Im zweiten Satz kämpfte sich der USC aber zurück ins Spiel und gewann den Durchgang mit 25:20. Leider ging der Tiebreak mit 15:10 wieder an Leverkusen, der Traum vom Halbfinale war geplatzt. 

Trotz der Niederlage ging unser Team hoch motiviert in den zweiten Wettkampftag. Jetzt sollte zumindest der fünfte Platz erreicht werden. Nach einem klaren 25:21 und 25:16-Erfolg gegen den VC SFG Olpe wurde es im letzten Spiel gegen den 1. VC Minden noch einmal spannend. Im ersten Satz fand der USC nicht ins Spiel, besonders die Annahme hatte große Probleme und der Satz ging mit 25:15 an den Gegner. Im zweiten Satz machte unser Team großen Druck mit seinen Aufschlägen und gewann den Durchgang mit 25:13. Im Tiebreak führte der USC beim Seitenwechsel bereits mit 8:3, doch Minden konterte und hatte beim 14:13 den ersten Matchball. Jetzt bewies Münsters Zuspielerin Marieke Zink Mut und setzte Schnellanreiferin Kathi Haferkamp ein. Die rechtfertigte das Vertrauen und wehrte den ersten Matchball ab. Auch mit dem nächsten Angriff war Kathi erfolgreich, Matchball für den USC! Marieke schlug zum Matchgewinn auf. Minden konnte den Ball nur noch unkontrolliert zurückspielen und Kathi hatte keine Mühe, den Matchball zum umjubelten Sieg ins Mindener Feld zu pritschen. 

In dem einseitigen Endspiel setzte sich der Turnierfavorit VoR Paderborn mit 2:0 (25:12, 25:3) gegen den BSV Ostbevern durch. Wir wünschen beiden Teams viel Erfolg bei den Deutschen Meisterschaften am 4. und 5. Mai 2019 in Paderborn. 

Trotz der Viertelfinalniederlage zog Trainerin Ines Bathen nach Turnierende eine positives Fazit: „Leider sind wir aufgrund von verschiedensten Umständen hinter unseren Zielen und Erwartungen zurückgeblieben. Dennoch hat sich die Mannschaft von Spiel zu Spiel weiterentwickelt, ist mit den Aufgaben gewachsen und hat bis zum letzten Punkt ihr Kämpferherz unter Beweis gestellt. Darauf können wir stolz sein.“ 

Realistisch betrachtet hat der USC mit Platz 5 das Optimale erreicht. Die Trainer hatten kaum Wechselmöglichkeiten, die meisten Spielerinnen mussten durchspielen. Trotzdem wäre im Viertelfinale sogar eine Überraschung möglich gewesen, da hat den jungen Spielerinnen auch etwas die Erfahrung gefehlt. 

Für den USC in Essen dabei waren: Marieke Zink, Merle Kaiser, Luisa und Carolin Beininig, Kathi Haferkamp, Julia Jaeger, Ulrike Feldkamp, Linn und Rieke Hoger. Trainer: Ines Bathen und Franz Jaeger. Schiedsrichter: Jonas Pottmeier. Betreuer: Michael Eyinck. 

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