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Teun Buijs läutet die finale Vorbereitungsphase mit einem trainingsfreien langen Wochenende ein

USC-Coach Teun Buijs. Foto: Hubertus Huvermann
USC-Coach Teun Buijs. Foto: Hubertus Huvermann

Knapp vier Wochen vor dem Start in die Volleyball Bundesligasaison 2018/19 sieht USC-Coach Teun Buijs sein Team auf dem richtigen Weg. Zwar fehlen aktuell mit Ivana Vanjak und Juliet Lohuis (beide bei der WM in Japan), Teresa Mersmann (absolviert ein Praktikum in Hamburg), Kaz Brown und Svenja Enning (Muskelverletzungen) gleich fünf seiner 14 Spielerinnen im Training, das sieht der Niederländer aber gelassen.

„Die Vorbereitung auf die kommende Saison hat ja schon im letzten Jahr begonnen“, erklärt der erfahrene Coach. „Erfolg braucht Zeit. Kleine Trainingsgruppen sind vielleicht nicht immer optimal, aber ich habe in den Vorbereitungsspielen und Turnieren schon sehr viel Gutes bei uns gesehen. Wir müssen nur noch ein paar Kleinigkeiten verbessern und unnötige Fehler vermeiden. Ich kann sagen, dass alle Spielerinnen, die bereits im letzten Jahr bei uns waren, heute physisch und Volleyball-technisch besser sind als zum Ende der abgelaufenen Saison. Und wir haben noch vier Wochen Zeit.“  

Von dieser Zuversicht profitieren auch die Spielerinnen. Sie wurden am Donnerstagabend von ihrem Trainer vorzeitig ins lange Wochenende geschickt. „Wir haben jetzt einige Wochen sehr hart und intensiv gearbeitet“, erklärt Buijs seine Maßnahme. Jetzt läuten wir eine neue Phase ein, in der die Intensität leicht abnimmt. Wenn Teresa, Ivana und Juliet dann wieder zu uns stoßen, werden wir nochmals intensiver trainieren und dann werden hoffentlich zum Saisonauftakt alle topfit sein.“

Bei Kaz Brown und Svenja Enning ist sich der Trainer sicher, dass sie kurzfristig wieder spielfähig sein werden. Hinter Lena Vedder (Kreuzbandriss im Dezember 2017) und Chiara Hoenhorst (Kopfverletzung) stehen noch Fragezeichen. „Lena ist physisch wieder bei 90 bis 95 Prozent“, analysiert der 58jährige Übungsleiter. Es kommt aber am Ende auch auf ihre tagesaktuelle Form an. Dabei geht es auch viel um die Mentalität. Aber wer Lena kennt, der weiß eigentlich, wie es um ihre Motivation und ihre Gier steht…“ Ob Chiara Hoenhorst es bis zum 31. Oktober (Heimspiel um 19.30 Uhr gegen den Dresdner SC) schafft, weiß selbst ein erfahrener Trainer wie Teun Buijs nicht. „Es grenzt eh ein Wunder, wie sie schon wieder trainiert. Das ist so unfassbar, da kann ich einfach keine Prognose abgeben. Das müssen am Ende die Ärzte entscheiden.“

Änderungen in seinem Spielsystem werde es im Vergleich zur Vorsaison nicht gegeben, so Buijs. "Das System steht. Ich weiß genau, wie wir spielen wollen. Das Team hat das System auch verinnerlicht, aber es gibt individuell immer noch etwas zu verbessern. Volleyball ist so komplex und der Erfolg von so vielen Kleinigkeiten abhängig“, so der Trainer, „da muss auf dem Feld einfach alles stimmen. Physis, Technik, Handlungsschnelligkeit, Taktik, Teamgeist, Kommunikation unter- und miteinander… daran arbeiten wir jeden Tag und es wird jeden Tag besser.“

Zum Bundesligaauftakt trifft der USC in den ersten beiden Spielen gegen Dresden und Schwerin gleich auf zwei ganz große Kaliber. Vorteil oder Nachteil? „Schwer zu sagen“, so Buijs. „Das Überraschungsmoment aus der letzten Saison, als uns irgendwie niemand so richtig auf dem Zettel hatte, fehlt sicherlich. Dresden konnte sich mit vielen Stammkräften gut auf die Saison vorbereiten, Schwerin hingegen hat derzeit auch viele Spielerinnen wegen der WM nicht im Training. Ich würde mich freuen, wenn wir nicht ganz ohne Punkt aus den ersten beiden Partien herausgingen. Wenn doch, dann werden wir zumindest nach diesen beiden Partien richtig gut eingespielt sein und die danach folgenden Spiele für uns entscheiden.“ 

Auch andere Teams müssen, genau wie der USC, derzeit auf Nationalspielerinnen verzichten. Kein Grund zu klagen also, zumal die Spielerinnen ja mit reichlich Erfahrung zurückkehren werden. Ein bisschen enttäuscht ist Teun Buijs jedoch darüber, dass Ivana Vanjak bei der WM nicht auf ihrer angestammten Position als Außenangreiferin, sondern im Mittelblock zum Einsatz kommt. „Ich bin vor einigen Wochen zur Nationalmannschaft gereist und habe mit Bundestrainer Felix Koslowski über Ivana gesprochen“, so Buijs. „Er hat mir damals zugesichert, dass Ivana auf Außen spielt und nicht im Mittelblock. Ich freue mich natürlich für sie über ihre Einsatzzeit, aber sie ist eindeutig eine Außenspielerin.“

Auf Ziele und Wünsche angesprochen verrät der USC-Coach: „Wir wollen unseren besten Volleyball spielen und mit weniger Verletzungspech als im vergangenen Jahr eine bessere Platzierung nach der Hauptrunde erreichen. Leider hat der Gegner da aber ein Wörtchen mitzureden.“ Wovon Teun Buijs träumt? „Von einer Grünen Wand am Berg Fidel – 1000 Fans im USC-Trikot – das ist mein Traum.“ 

19.10.2018

Der USC Münster gastiert am Sonntag (21. Oktober) für ein Freundschaftsspiel bei den Drittliga-Herren der Ostbek Pirates in Oststeinbek. Im vergangenen Jahr waren die Pirates zur offiziellen Saisoneröffnung nach Münster gekommen. Nun also der Rückbesuch. 

17.10.2018

Kaz Brown ist nun seit zwei Monaten in Münster. Die 193 cm große Mittelblockerin wechselte von den „Wildcats“ der Kentucky University Lexington (USA) zum USC. Für die Amerikanerin ist die Umstellung daher sicher besonders groß. Heute (Mittwoch, 17. Oktober) feiert sie ihren 22. Geburtstag. Es ist ihr erster Geburtstag fernab von Familie und Freunden. Heimweh hat sie aber nicht.

16.10.2018

Nach dem Dauerkarten-Vorverkauf hat der USC Münster nun auch den Vorverkauf für Einzeltickets für sämtliche Heimspiele der Volleyball-Bundesligasaison 2018/19 freigeschaltet. Ab sofort sind die Tickets unter www.usc-muenster.de online bestellbar.

15.10.2018

Der USC Münster II hält sich in der 3. Liga weiter schadlos – und damit an der Spitze. Der Aufsteiger gewann auch seine fünfte Partie, diesmal mit 3:0 gegen den MTV Hildesheim. Dabei trumpfte eine ehemalige Bundesliga-Spielerin im Angriff auf.

15.10.2018

Das Abschiedsspiel für Ines Bathen, eingebettet in die Präsentation des Bundesligateams 2018/19, hätte besser nicht laufen können. Dem spätsommerlichen Bilderbuchwetter zum Trotz kamen knapp 750 Fans am Sonntagnachmittag in die Halle Berg Fidel. Eine gebührende Kulisse für den Abschluss einer Bilderbuchkarriere. 

14.10.2018

Dieser Abschied war ein gebührender: Nach elf Jahren in der Volleyball-Bundesliga hat Ines Bathen auf Wiedersehen gesagt. 736 Zuschauer waren gekommen – und erlebten einen emotionalen Nachmittag, bei dem die Gefeierte ein paar Tränen verdrücken durfte.